Berufsschüler als Botschafter für die Sozialwahl

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Karl-Nothof-Preis erstmals verliehen

Pressemitteilung der DRV Rheinlad-Pfalz vom 12. Juni 2017

Plakate, ein Radiospot und sogar ein rotes Sofa: Fünf Berufsschulklassen haben sich Gedanken zur Sozialwahl und über die Möglichkeiten zur Teilhabe und Mitbestimmung gemacht. Dazu aufgerufen hatte das Bistum Speyer und die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB). Die Verleihung des ersten Karl-Nothof-Preises fand bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in Speyer statt.

Begriffe wie Mitverantwortung, Gerechtigkeit oder Wertschätzung machen am Montagabend in der Betriebsgastronomie „Rentteria“ der Speyerer Rentenversicherung die Runde. Über 70 Schülerinnen und Schüler und deren Lehrer warten in der „Rentteria“ der Speyerer Rentenversicherung gespannt auf die Ergebnisbekanntgabe. Aber zuvor waren alle nochmal gefordert, ihre Arbeiten dem Publikum zu präsentieren.

Mal handwerklich, mal technisch umgesetzt

Sofort ins Auge fällt die rote Bank, welche die Tischlerklasse 2014 der Berufsbildenden Schule (BBS) Kaiserslautern entworfen hat. Das Symbol der Sozialwahl, ein roter Briefumschlag, gab die Grundlage für die Holzbank. Es wurde gemeinsam gesägt, geleimt und lackiert, wie Lehrerin Eva Gräber stolz verkündete. Und die Sitzbank kam auch zum Einsatz. Mehrere Wochen stand das Stadtmöbel im Rathaus oder bei der Caritas in Kaiserslautern.

„Wir müssen wieder persönlich werden“, lautete das Fazit der Schüler der Baugrundstufe der BBS Ludwigshafen um Lehrer Ambros Tremel. Mit einem Sketch verdeutlichten sie, dass die Stimmabgabe bei Wahlen mit Vertrauen zu tun hat. Eine komplette Werbestrategie überlegten sich die Berufsschüler der BBS Technik I aus Kaiserslautern. Zusammen mit Lehrer Alexander Voss machten sie sich Gedanken, wie sie als junge Menschen für die Teilnahme an den Sozialwahlen zu begeistern wären. Mit einer schicken Webseite „social-vote.de“, einem eigenen Logo, Video- und Audiobeiträgen wurde die Kampagne ausstattet. Eine besondere Erfahrung für die Schüler war , dass der Südwestrundfunk über ihr Projekt im Radio und Fernsehen berichtete. „Das motivierte noch mehr, unser Projekt weiterzuentwickeln“, sagte Lehrer Alexander Voss. Auch die Jury würdigte dieses besondere Engagement mit der Verleihung des mit 1.500 Euro dotierten ersten Preises.

Speyerer Rentenversicherung Gastgeber der Preisverleihung

„Heute zeigen wir, dass Kirche und Rentenversicherung keineswegs von gestern sind“, hob Mathias Förster, Mitglied der DRV-Geschäftsleitung, hervor. „Kirche und Rentenversicherung stehen für Werte, die unsere Gesellschaft zusammen halten“. Förster stellte die Bedeutung der Sozialwahl heraus. Nach der Bundestagswahl ist die Sozialwahl mit über 50 Millionen Wahlberechtigten eine Wahl, „die uns alle angeht“.

Lob aus Kirche und Politik

Für Thomas Mann vom Bistum Speyer stand fest „Wenn ihr die Erfahrung gemacht habt: Einbringen und Einmischen lohnt sich – dann ist schon viel erreicht“. Walter Wahl vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium sagte: „Unsere Berufsbildenden Schulen waren aufgerufen, besonders die Prinzipien der Teilhabe und der Demokratie zu beachten. Kreativität war sowieso gefragt. Das alles spiegelt sich in den Gewinner-Projekten auf das Beste wider“. „Wissen, das nicht erarbeitet wird, bleibt nutzloses Wissen“, zollte Laudator Hannes Kreller von der KAB den Schülern seine Anerkennung für die unterschiedlichen Herangehensweisen an das Thema „Sozialwahl“.

Über den Karl-Nothof-Preis:

Der vom Bistum Speyer und der KAB gestiftete Karl-Nothof-Preis prämiert Projekte an Berufsbildenden Schulen zum Thema „Soziale Gerechtigkeit“. Benannt ist er nach dem langjährigen KAB-Bundesvorsitzenden Karl Nothof. Partner in diesem Jahr war die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz.

Über die Sozialwahl

Die Sozialwahl ist nach der Bundestags- und der Europawahl die größte Wahl in Deutschland. Alle sechs Jahre entscheiden die Versicherten dar-über, wer ihre Interessen in den Parlamenten der Krankenkassen und der Rentenversicherung vertritt. Zur Sozialwahl 2017 am 31. Mai waren 51 Millionen Menschen wahlberechtigt.