Am 21. Januar fand in Frankfurt die Auftaktveranstaltung der ACA zu den Sozialwahlen 2017 statt.
Nachdem die Wahlausschüsse der Sozialversicherungsträger zu Beginn des Jahres getagt haben, ist klar, dass es bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Rentenversicherung Saarland, der Techniker Krankenkasse (TK), der DAK-Gesundheit und der BARMER zu Urwahlen kommt. Millionen Versicherte sind in diesem Bereich zur Wahl aufgerufen – es gilt die Werbetrommel zu schlagen! Den Startschuss gab nun unsere Auftaktveranstaltung in Frankfurt.

Als Mitwirkende konnten unter anderem die Bundeswahlbeauftragte für die Sozialwahlen Frau Rita Pawelski sowie Vertreter der beiden Kirchen gewonnen werden. Aus dem Bundestag kamen Prof. Dr. Matthias Zimmer (CDU), stellv. Vorsitzender im Ausschuss für Arbeit und Soziales, und Ulli Nissen (SPD). Außerdem wurde eine öffentlichkeitswirksame Aktion in der Innenstadt Frankfurts veranstaltet.


Hannes Kreller

Der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmer-Organisationen (ACA) eröffnete die Auftaktveranstaltung zu den 12. Sozialversicherungswahlen. Er betonte in seiner Begrüßung die bundesweit bedeutende Rolle der Arbeitsgemeinschaft und motivierte damit alle Beteiligten, die an diesem Tag gekommen waren, für die kommenden Wochen bis hin zum Wahltag.


Das soziale Netz

Symbolisch spannen ACA-Engagierte ein (soziales) Netz, das die Menschen und ihre Bedürfnisse auffängt. Einige Engagierte haben sich wie Kranke hergerichtet: Sie tragen Verbände, laufen an Krücken und Rollatoren; andere tragen Helme zum Schutz vor Unfällen.


Rita Pawelski gibt Rückendeckung

„Wahlen sind ein großartiges Stück gelebter Demokratie!“ Mit diesen Worten machte die Bundeswahlbeauftragte Rita Pawelski den Engagierten der ACA gleich zu Beginn der Veranstaltung Mut.

Auch wenn sie als Bundeswahlbeauftragte neutral sein muss, gab sie zu verstehen, dass sie ihr das Motto „Dreifach christlich. Einfach menschlich.“ ausgesprochen gut gefällt. Damit lobte sie die bisherige Wahlkampagne und rief auf, sich auch weiterhin so aktiv einzubringen: „Reden Sie über ihre Arbeit. Machen Sie Ihre Arbeit öffentlich, damit alle wissen, welch wichtige Aufgabe sie übernehmen.“

Gemeinsam müsse man sich dafür einsetzten, dass die Wahlbeteiligung nicht nur stabil bleibt, sondern steigt: „Treffen Sie bitte Ihre Wahl und schicken Sie den roten Umschlag ab! Dafür brauchen Sie nicht einmal eine Briefmarke. Das Porto bezahlt der Empfänger. So einfach ist das!“


Dr. Axel Braßler

Axel Brassler, der für die Evangelische Kirche in Deutschland am Mikrofon im Frankfurter Kolpinghaus stand, schilderte, wie er ganz persönlich – völlig unerwartet von einem Tag auf den anderen – durch ein familiäres Ereignis mit dem Thema Pflegebedürftigkeit konfrontiert wurde. Vor diesem Hintergrund betonte er, wie wichtig es sei, sich auf die sozialen Sicherungssysteme verlassen zu können. Das Vertrauen bekäme allerdings Risse, wenn z. B. immer mehr Leistungskürzungen oder Zuzahlungen auf die Menschen zukommen. Daher lobte er das Engagement der Verbände und wünschte den Engagierten in der sozialen Selbstverwaltung weiterhin viel Glück und Gottes Segen.


Gerhard Steger

Für die katholische Kirche konnte aus dem Referat „Gesellschaftliche und soziale Fragen“ der deutschen Bischofskonferenz Herr Gerhard Steger gewonnen werden. In seinem Impuls unterstrich er die Bedeutung des Prinzips der Subsidiarität als Teil der katholischen Soziallehre. Selbstverwaltung bedeutete Verantwortung übernehmen für die Beiträge der Versicherten. Und ganz bewusst tun dies nicht Politiker oder Beamte, sondern eben Vertreter aus den Reihen der Versicherten. Dadurch sind die Sozialversicherungsträger sehr nah an den Menschen, für die sie Leistungen erbringen.


Podiumsdiskussion

Eine Podiumsdiskussion bot Gelegenheit, einzelne Themen zu vertiefen. Neben den bereits genannten Teilnehmenden konnten dafür Prof. Dr. Matthias Zimmer, CDU-MdB und stellv. Vorsitzender im Ausschuss für Arbeit und Soziales gewonnen werden sowie Ulli Nissen aus der SPD-Fraktion. Dabei kam man auf mehrere Punkte des Wahlprogramms zu sprechen und diskutierte vor diesem Hintergrund auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen, welche die Selbstverwaltung in ihren Entscheidungsbefugnissen immer weiter einschränken.