ACA in der DRV: Ergebnisreiches Treffen der Versichertenvertreter/-innen

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Am Wochenende vom 26. und 27. Oktober hatte der ACA Bundesverband zu einem Netzwerktreffen der ACA-Vertreter/-innen in der Deutschen Rentenversicherung nach Fulda eingeladen. Damit folgte er dem Ruf nach mehr Vernetzung, um die Entwicklungen bei den Rentenversicherungsträgern zu beraten. Insgesamt 15 Mandatsträger/-innen aus den Vertreterversammlungen und Vorständen aus Baden-Württemberg, Hessen, Nordbayern, Schwaben, Westfalen und der DRV Bund nahmen teil.

Folgende Leitfragen gaben dem Austausch zwischen den Teilnehmenden Struktur:

  • Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Vertreterversammlung
  • Fühlt Ihr Euch in der Lage, anstehende Entscheidungen angemessen zu treffen? Habt Ihr das Gefühl, auch bei strategischen Entscheidungen mitgenommen zu werden?
  • Welche Vorstöße gingen von der Versichertenseite in Eurem Träger aus?
  • Könnt Ihr eine Aussage darüber treffen, wie es um Euren Träger – auch im Vergleich zu anderen Trägern – bestellt ist? Wisst Ihr um wesentliche Kennziffern – Wartezeit auf einen Beratungstermin, Dauer der Antrags- und Widerspruchsverfahren, Erfolgsquote bei Anträgen und Widersprüchen, etc. – bei Euren Träger?

Markus Hofmann (l.) und Hannes Kreller (r.)

Für das Treffen konnte auch Markus Hofmann, Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB-Bundesvorstand, gewonnen werden. Ausgehend von der Organisationsreform 2005 und der dabei entstandenen Konkurrenzsituation unter den Regionalträgern untereinander sowie gegenüber der DRV Bund berichtete Markus Hofmann über die aktuellen Herausforderungen:

  • Alle Träger sind immer wieder im Fokus des Bundesrechnungshofs
  • Die Träger müssen gemeinsam Lösungen für die Reha-Landschaft finden
  • Die Reform der IT trifft alle Träger in gleicher Form
  • Wie stellen sich die Träger gemeinsam gegen Übergriffe durch die Politik?
  • Die Nachwuchsakquise wird für alle Träger schwieriger
  • Wie verändert das Bundesteilhabegesetz („Personenzentrierung“) die Abläufe innerhalb der Träger und darüber hinaus?
  • Wie verändert die Priorität der „Prävention“ die Angebote der Träger?
  • Indikationsmix im Bereich der Reha sollte zielführend gestaltet sein
  • Vor allem betonte er die besondere Bedeutung der Vernetzung der Versichertenseite über die einzelnen Träger hinweg, um gemeinsame Ziele verfolgen zu können.

Auch Lucia Schneiders-Adams, Mitglied der VV der DRV Bund und im Bundesvorstand der ACA, lieferte einen Impuls. Dabei betonte sie die besondere Bedeutung des Erstkontakts des Versicherten zur DRV („für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“) – daher komme der Ausstattung der Auskunfts- und Beratungs-(A & B)-Stellen in Verbindung mit den Versichertenberater/-ältesten besondere Bedeutung zu.
Deswegen läuft gerade eine bundesweite Umfrage über Anzahl, Leistungen der A&B-Stellen und zur entsprechenden Wartezeit. Erst dann wäre eine Vergleichbarkeit gegeben und entsprechende Forderungen nach Aufstockung des Personals wären möglich. In diesem Zusammenhang stellt sich dann auch die Frage nach der Einbindung der ehrenamtlichen Versichertenberater/-ältesten.

In seinen zusammenfassenden Schlussworten betonte Hannes Kreller, Bundesvorsitzender der ACA, die Bedeutung von Vernetzungstreffen und stellte in Aussicht, den Austausch in der DRV zu verstetigen – im Idealfall jährlich. In diesem Zusammenhang wies er auch auf die nächste Veranstaltung in diesem Zusammenhang hin: Am Wochenende vom 15. und 16. Februar 2019 findet in Frankfurt das nächste Treffen statt. Dieses Mal für alle Mandatsträger/-innen der ACA in der Selbstverwaltung.

Text: Peter Ziegler, Oskar Obarowski
Bilder: Peter Ziegler